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Institut für Entwerfen und Städtebau/Leibniz Universität Hannover
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NaturWerkHof

Masterthesis Janina Kempe

 

For the Masterthesis of a training and education centre for design and crafts with ecological materials in Fürstenhagen, Janina Kempe has been awarded by the Niedersächsische Akademie Ländlicher Raum. Supervisior of the thesis: Prof. Dr. Furche, second supervisor: Prof. Schröder.

 

Konzeptidee NATUR.WERK.HOF

 

NATUR.WERK.HOF - das Bildungszentrum für Naturbaustoffe, fungiert als Lern- und Kommunikationsort im Bereich der natürlichen Baustoffe. Es ist als Schulungs- und Schaugebäude für interessierte Menschen konzipiert. Das Zentrum enthält Raum für Seminare, Veranstaltungen und Ausstellungen und dient somit dem Wissenstransfer. Die Interessierten aus allen Bereichen des Bauens und Planens - Handwerker, Architekten, Schüler, Baufirmen, Baustoffhersteller, Ämter und Verwaltungen - erhalten im Zentrum die Möglichkeit, sich Wissen theoretisch und praktisch anzueignen, aber auch Erfahrungen im Umgang mit Naturbaustoffen weiterzugeben.

Das Bildungszentrum "NATUR.WERK.HOF" soll die Möglichkeit bieten Baustoffe vom Rohstoff, bis hin zur Konstruktion erfahrbar zu machen und beispielhafte Einsatzmöglichkeiten für Naturbaustoffe aufzeigen. Nicht nur die Konstruktion, sondern auch der Innenausbau mit natürlichen Oberflächen und sogar Möbeln soll demonstrativ im Zentrum ausgestellt werden.

Das Ziel des Bildungszentrums "NATUR.WERK.HOF" ist es ein Bewusstsein für Baustoffe sowie ihre Herkunft, Verarbeitung und bestmögliche Einsatzmöglichkeit zu schaffen. Das Handwerk soll im Zentrum zum einen durch die Weitergabe von praktischem Wissen, zum anderen aber auch durch die präsentierten handwerklichen Arbeiten gefördert werden. Weiterführend soll so dem Leerstand alter Gebäude entgegengewirkt werden, indem Möglichkeiten aufgezeigt werden, alte Gebäude neu zu nutzen. Insgesamt soll durch das Konzept des Bildungszentrums die ländliche Region gestärkt werden.

 

Entwurfsgrundstück

Ich habe mich für ein Grundstück mit Bestandsbauten entschieden, welches sich im Ortskern des Dorfes Fürstenhagen in Südniedersachsen befindet. Es handelt sich um ein landwirtschaftliches Altgebäude sowie einem parallel dazu angeordnetem Wohnwirtschaftsgebäude. Beide Bestandsbauten weisen gut erhaltene Fachwerk- und Mauerwerkskonstruktionen auf, wobei das Wohnhaus durch die besonders gestaltete Fachwerkfassade unter Denkmalschutz steht. Das Wohnhaus wird derzeit von einer Person im Erdgeschoss bewohnt, die Wirtschafts- und landwirtschaftlichen Altgebäude sind jedoch ungenutzt, oder dienen als Abstellflächen. Das große Grundstück wird teilweise landwirtschaftlich als Weidefläche genutzt. Die gesamte Fläche des Entwurfsgrundstücks beträgt 4527 m².

 

Sanierungskonzept NATUR.WERK.HOF

Das gesamte Zentrum soll als Demonstrationsobjekt fungieren und alle Nutzungen in den Bestandbauten beherbergen. Bis auf die Hülle der Scheune bleibt der Großteil der alten Konstruktionen bestehen. Denn das vorhandene Holztragwerk machte die innenräumliche Atmosphäre des landwirtschaftlichen Altgebäudes aus und soll daher unbedingt erhalten und, wo es möglich ist, sichtbar und vor allem roh belassen bleiben. Um die anschauliche Fachwerkfassade erhalten zu lassen und das Gebäude trotzdem den gegenwärtigen Dämmanforderungen anzupassen, soll das Wohnhaus mit einer Innendämmung ausgestattet werden. Außerdem werden Tapeten und Fliesen durch natürliche Putze und Bodenbeläge erneuert, um so ein behagliches, gesundes Raumklima zu schaffen.

Durch die substanzschonende und baustofforientierte Sanierung der Bestandsbauten sowie das Miteinbeziehen des gesamten Grundstücks entsteht ein aussagekräftiger, pädagogischer Wert der gesamten Anlage als Demonstrationsobjekt.