Stadt- und RaumentwicklungArchiv
Public Private Partnership und Baukultur

Public-Private-Partnership und Baukultur

Modelle und Instrumente zur Förderung der Verfahrensqualität


Bedingt durch die Haushaltsnot von Bund, Ländern und Gemeinden wurden in Deutschland mit Public-Private-Partnership (PPP) neue Verfahrens- und Finanzierungsmodelle beim Planen und Bauen öffentlicher Gebäude nach britischem Vorbild eingeführt. Diese verändern bewährte und in unserer Planungskultur verankerte Verfahrensprozesse in ihren Grundsätzen, indem die öffentliche Hand weite Teile der Verantwortung für die Planung, den Bau und den Betrieb ihrer Gebäude an private Investoren überträgt. Unterdessen wächst bei öffentlichen Auftraggebern und in der Architektenschaft die Kritik an PPP.Es wird befürchtet, dass in den Verfahren qualitative Gesichtspunkte hinter ökonomischen Belangen zurücktreten und die öffentliche Hand als Bauherrin ihre Beispielfunktion für die Verfahrens- und damit auch für die Baukultur verliert.

In der Arbeit werden daher Entwicklungen von und Erfahrungen mit PPP untersucht und Empfehlungen für Modelle und Instrumente abgeleitet, welche die in der öffentlichen Planung in Deutschland verankerten gesellschaftspolitischen und baukulturellen Grundsätze angemessen einbeziehen sowie die Möglichkeit bieten, die Ergebnisqualität zu fördern.