Projekt lang

Die Zukunft der großen Straße


Johannes-Göderitz-Preis 2022

„Das Wunder von Hannover“ lautete ein Titel aus dem SPIEGEL im Jahr 1959. Hintergrund war die kompromisslose, damals als fortschrittlich empfundene, Umsetzung der Vision der autogerechten Stadt durch den damaligen Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht. Entstanden ist damals ein Mehrspuriger Ring um die Innenstadt Hannovers, für dessen Bau historische Bausubstanz in erheblichem Umfang geopfert wurde. Ausgehend von diesem Ring verbanden breite Verkehrsachsen die Innenstadt mit dem Fernverkehr. 

Diese Straßen sind keineswegs eine Besonderheit der Stadt Hannover. Sie prägen das Stadtbild nahezu jeder deutschen Großstadt und damit den Alltag vieler Menschen. Diese Straßen und ihre angrenzende Bebauung sind ganz der Logik des motorisierten Individualverkehrs unterworfen. Sie sind stark durch Lärm und Feinstaub belastet und wirken wie kaum überwindbar Barrieren im städtischen Gewebe. Doch was passiert mit diesen Straßen, wenn die Verkehrswende ihre ganze Wirkung entfaltet?

Im Wintersemester werden wir diese Frage am Beispiel der Vahrenwalder Straße beantworten, einer der meistbefahrenen Straßen Hannovers, die vom Zentrum bis zur Autobahn A2 im Norden reicht. Wir wollen einen Blick in die Zukunft wagen – eine Zukunft nach der Mobilitätswende – und eine Vision der Großen Straße nach der autogerechten Stadt entwickeln. 

Das Projekt wird im Rahmen des diesjährigen Johannes-Göderitz-Preis durchgeführt, an dem sich Studierende deutschlandweit beteiligen. Von der LUH können bis zu fünf Projekte als Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden.