Ausstellungsbeitrag

stadthaltig


Eine Rauminstallation mit Fotografien von Erik-Jan Ouwerkerk und einer Informationsgrafik der Abteilung für Stadt- und Raumentwicklung

Egal ob in der Fachwelt, in den Medien oder im politischen Diskurs – wir sind es gewohnt, dass man die vielen Vorteile der Stadt als selbstverständlich hinnimmt, aber ihre Defizite umso mehr betont: ihren Mangel an bezahlbarem Wohnraum, die Konzentration von Feinstaub und anderen Umweltgiften, die hohen Lebenshaltungskosten, den Lärm, den Stress, die Gefahren. Wollen wir unseren Städten eine Zukunftschance geben, so die einhellige Meinung, müssen diese Probleme gelöst werden. Dabei wird allzu leicht übersehen, welche Vorteile die Stadt für ihre Bewohner*innen Tag für Tag hat – und welche Möglichkeiten sie darüber hinaus für die nachhaltige Entwicklung der gebauten und der sozialen Umwelt bieten kann.

Die Abteilung für Stadt- und Raumentwicklung hat sich gemeinsam mit dem Fotograf Erik-Jan Ouwerkerk auf die Suche gemacht. Mithilfe von Fotografien und intensiven Recherchen haben sie eine Vielzahl verborgener Potenziale in unseren Städten aufgespürt und in eine Rauminstallation übertragen. Die Installation besteht aus 69 Fotografien, die in einem Abstand von 30 bis 50 Zentimetern an vier Wänden abgehängt wurden. Hinter den Fotografien befinden sich über 200 Texte, Zeichnungen und Infografik, die das Gesehene erklären oder befragen. Gemeinsam bilden die Informationen und die Fotos ein kaleidoskopisches Bild – so vielfältig, überraschend und bisweilen widersprüchlich wie die Städte selbst. Es ist ein Plädoyer für den urbanen Raum, der – allen Defiziten zum Trotz – schon heute ungeahnte Möglichkeiten des Wandels und der Reform anzubieten hat.

Die Rauminstallation wurde im Auftrag der Akademie der Künste Berlin hergestellt und vom 04.09. bis zum 22.11.2020 in der Ausstellung „urbainable – stadthaltig“ in der Akademie der Künste ausgestellt.

Eine Dokumentation der Installation ist an der Akademie der Künste oder an der Abteilung für Stadt- und Raumentwicklung erhältlich.

  

Presse:

„Es gibt allerdings eine wirkliche Sensation, gleich den ersten Saal nämlich.“

Berliner Zeitung

 

„Vor allem der erste Teil, eine Rauminstallation aus Fotos des Berliner Stadtfotografen Erik-Jan Ouwerkerk und Erkenntnissen des Instituts für Entwerfen und Städtebau der Uni Hannover, blickt mit überraschend positiver Haltung auf die Stadt.“

taz

 

Fotografie:

Erik-Jan Ouwerkerk 

 

Infografik:

Institut für Entwerfen und Städtebau, Abteilung für Stadt und Raumentwicklung 

Tim Rieniets, Joachim Rosenberger (Text), Jonas König (Zeichnung), Carolin Kuhn (Layout)

 

Gefördert durch:

Wüstenrot Stiftung