Rurbane Szenarien

Stehgreif WS 17

advanced design studio Yale - Aureli, 2014

In Anlehnung an die Thematik der diesjährigen Winterschool (Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft)- „Die Produktive Provinzstadt“ wollen wir den Fokus der Betrachtung auf den ländlichen Raum lenken und über urban-rurale Verknüpfungen spekulieren.

Wo beginnt die Stadt, wo endet sie?
Während sich weltweit immer größere Netze wachsender urbaner Regionen spannen, äußert sich die Entwicklung andernorts eher in kleinteiligen Strukturen und der Verdichtung von Austauschprozessen zwischen den ländlichen und urbanen Systemen. Vorstellungen klar definierbarer Grenzen des Urbanen lösen sich auf. Die frühere Vorstellung „hier Natur und dort Kultur“ ist längst obsolet. Angesichts der zunehmenden Unberechenbarkeit von Naturgewalten hervorgerufen durch den Klimawandel, Migrationsströmen, sowie auch der Ausdehnung der Städte, deren Versorgungswurzeln weit über das Umland hinausreichen und eine globale Vernetzung erreicht haben.

Basierend auf drei radikalen Positionen entwickeln Sie überspitzte, stilisierte Szenarien in Form von Collagen, die den Inhalt der jeweiligen Position als bildhafte Vision darstellen. Jeweils einer der folgenden Text ist Grundlage für die Collage: Rem Koolhaas’ Postulat von dem Ländlichen als der neuen Frontlinie der Transformation (Koolhaas, 2014), Neil Brenners Ausführungen zur „operativen Landschaft“ (Brenner 2014) sowie Richard Sennetts Artikel „Das Chaos ertragen“ in dem er sich auf die Auswirkungen des Klimawandels bezieht (Sennett 2015).



Lehrende

Prof. Andreas Quednau
WM Ina-Marie Kapitola
WM Agnes K. Müller