Promotion Christian Corral

Christian Xavier Corral Burau verteidigt seine Doktorarbeit mit dem Titel "Urban Resilience in the Context of Climate Change: Transition Scenarios for Urban Informality and Sea Level Rise in Guayaquil, Ecuador" am 25. Juni 2025.

 

Diese Arbeit ist eine Co-Tutelle zwischen der Fakultät für Architektur und Landschaft der Leibniz Universität Hannover (LUH) und der Fakultät für Architektur und Urbanistik der Mackenzie Presbyterian University (MPU) São Paulo, basierend auf dem Doppelabschlussabkommen zwischen den beiden Fakultäten.

 

Die Arbeit wurde von Prof. Jörg Schröder (LUH) und Prof. Dr. Angélica Benatti Alvim (MPU) betreut.

Weitere Mitglieder der Prüfungskommission sind: Prof. Dr. Renato Anelli (MPU), Prof. Christian Wertmann (LUH), Prof. Dr. Ana Paula Koury (MPU), und Prof. Inken Formann (LUH) als Vorsitzende der Kommission.

 

Zusammenfassung der Thesis:

 

Diese Untersuchung befasst sich mit den miteinander verknüpften Herausforderungen des Klimawandels, der städtischen Informalität und der räumlichen Ungleichheit in Guayaquil, Ecuador - einer Deltastadt, die eine rasche und ungleichmäßige Urbanisierung erlebt. Während informelle Quartiere häufig von formalen Anpassungsstrategien ausgeschlossen sind, weisen sie kontextspezifische Anpassungskapazitäten auf, die in konventionellen Stadtplanungskonzepten noch nicht ausreichend berücksichtigt werden. Als Reaktion darauf wird in dieser Studie eine szenariobasierte Planungsmethodik entwickelt, die Berechnungsmethoden mit dem Potenzial für eine künftige partizipatorische Nutzung verbindet und die Erkundung alternativer städtischer Zukünfte unter Klimarisiko- und Überschwemmungsbedingungen ermöglicht. Ausgehend von einer Fallstudie in Guayaquil werden qualitative, quantitative und experimentelle Methoden angewandt, um einen multiskalaren Szenariorahmen und zwei digitale Werkzeuge vorzuschlagen: ScenarioAI für die räumliche Analyse und Visualisierung und Adapt, eine Plattform für die Erforschung von Szenarien. Der Rahmen unterstützt die iterative und integrative Planung durch einen zirkulären und multidimensionalen Prozess der Szenarioanalyse und -erforschung. Der Ansatz wurde zwar am Beispiel von Guayaquil entwickelt, lässt sich aber auch auf andere städtische Kontexte in Deltagebieten und Küstenregionen übertragen. Die Studie leistet einen Beitrag zu den Debatten über Stadtplanung und Klimaanpassung, indem sie Informalität als Infrastruktur für sozio-ökologische Resilienz begreift und einen transdisziplinären Rahmen für eine rechnergestützte und designintegrierte urbane Transformation vorschlägt.