Forschungsprojekt | BQ-LCA. Lebenszyklusanalysen von Maßnahmen einer ökologisch-orientierten und sozialverträglichen Bestandsentwicklung von Siedlungen der 1950er bis 1980er Jahre
Aufbauend auf dem Projekt Q-LCA (Link) hat dieses Forschungsprojekt zum Ziel, CO2-Emissionen und andere Umweltauswirkungen zu ermitteln, die durch die Transformation von Bestandssiedlungen über deren gesamten Lebenszyklus entstehen. Der Fokus liegt dabei auf Siedlungen der Nachkriegszeit (1950er bis einschließlich 1970er Jahre), da diese Siedlungen einen großen Anteil am bundesdeutschen Wohnungsbestand ausmachen und derzeit aufgrund ihres Alters einen hohen Sanierungsbedarf aufweisen.
Um die Umweltauswirkungen zu erfassen, die durch eine Transformation solcher Siedlungen entstehen können, werden unterschiedliche Entwicklungsstrategien bilanziert: (i) Sanierung, (ii) Sanierung/Nachverdichtung und (iii)Abriss/Ersatzneubau. Neben dem Hochbau werden auch technische Infrastrukturen (Straßen, Stellplätze, Kanalisation) sowie Anlagen der Energieversorgung in die Bilanzierung einbezogen. Durch den ganzheitlichen Ansatz erweitert das Forschungsprojekt die vorhandene Grundlagenforschung zu Energieverbräuchen und CO2-Emissionen bei Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, weitet sie auf Bestandssiedlungen aus und ermittelt die Grenznutzen sowie -kosten für verschiedene ökologische Transformationsstrategien.
In Zusammenarbeit mit: Fachhochschule Potsdam und eZeit Analytics
Beauftragt durch: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Laufzeit: 2025 – 2027