Forschungsprojekt | Warenhäuser als Impulsgeber einer nachhaltigen Innenstadtentwicklung
Kauf- und Warenhäuser galten mehr als ein Jahrhundert lang als Leuchttürme des innerstädtischen Einzelhandels. Die größte Popularität genossen seit jeher die Traditionshäuser, die in den Zentren großer Städte entstanden. Aber auch in kleinen und mittelgroßen Städten entstanden zahlreiche Kauf- und Warenhäuser, die i diesem Kontext nicht weniger bedeutsam für die Stadtentwicklung waren.
Wie in den Großstädten sind Kauf- und Warenhäuser auch in kleinen und mittleren Städten von den jüngsten Schließungswellen betroffen. Während jedoch die Schließungen und die häufig darauffolgenden Umnutzungen großer Warenhäuser gut dokumentiert sind (siehe Kauf- und Warehäuser im Wandel/Link), besteht in den kleinen und mittleren Städten erheblicher Forschungsbedarf, der mit diesem Forschungsprojekt geschlossen werden soll.
Auf Basis der systematischen Auswertung von Strukturdaten werden Indikatoren für die Wechselwirkungen zwischen Warenhaus und städtischem Gefüge ermittelt und u.a. in Expertenworkshops und Planspielen systematisch bewertet und überarbeitet. Ziel ist es, eine Systematik zur Identifikation von Transformationspotenzialen zu entwickeln und Handlungsempfehlungen für betroffene Kommunen zu formulieren.
In Zusammenarbeit mit: Technische Universität München und Bauhaus Universität Weimar
Beauftragt durch: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Laufzeit: 2025 – 2027